Geschichte

Die Geschichte des Elbaue-Campingplatzes, bei den Prettinern auch bekannt als das Touristenzentrum bzw. NEZ (Naherholungszentrum) mit all seinen Freizeit-Einrichtungen reicht zurück in das Jahr 1959. Kiesabbauflächen wurden der Rekultivierung zugeführt und dabei entstand die Idee und somit der Plan zur Schaffung eines Naherholungsgebietes für die Bevölkerung von Prettin und seiner Gäste.

Geschichte 1
Foto-Quelle: Archiv der Stadt Annaburg

Im August 1959 entstand erstmals in Prettin das Gerücht, in der Hinterfährstraße würde eine große Kiesgrube errichtet, die der überregionalen Auslieferung von Kies dienen solle. Im September verdichteten  sich diese Gerüchte, zumal der damalige Bürgermeister, eine amtliche Feststellung erhielt, wonach es sich bei dem hiesigen Kiesvorkommen um solchen handelte, der die beste Eignung für Eisenbeton hatte. Damit entwickelte die Stadt einen Plan, der mit der Errichtung der Kiesgrube auch gleichzeitig die Schaffung eines langersehnten Bades beinhaltete. Natürlich waren damit die verschiedenen wichtigen Vorarbeiten verbunden. Beschaffung von Finanzierungsmitteln, Maschinen und auch die Verlängerung und Befestigung der Gleisanlage gehörten dazu.

Am 14. März 1960 trafen die ersten Betonschwellen für die Verlängerung der Gleisanlage zum Kieswerk ein. Später kamen das Feldbahngleis, die Kipploren, die Diesellok und Baggerteile.
So wurde das Prettiner Kieswerk nun zur Wirklichkeit. Arbeitskräfte waren auch schon da, die die Erschließung und schließlich die Förderung durchführten.
Am 16. Mai lieferte das Kieswerk erstmalig Kies nach auswärts. Der Ausbau des Werkes begann mit dem Bau eines Büro-, Sozial- und Werkstattgebäudes.

Geschichte 2
Foto-Quelle: Archiv der Stadt Annaburg

Erst im Januar 1964 wurde zwecks Ausbau einer Badegelegenheit am Kieswerk eine Kommission gebildet. Im Mai begannen die Arbeiten als NAW-Maßnahme am neuen Bad. Die Vorarbeiten wurden mit Maschinen des Kieswerkes erledigt. Die Beteiligung der Prettiner Einwohner war allerdings recht träge.

Geschichte 3
Foto-Quelle: Archiv der Stadt Annaburg

Im Juli 1968 war das Kieswerk noch nicht zum Baden freigegeben aber dennoch herrschte in den Sommermonaten ein reger Badebetrieb. Schon im August begannen im künftigen Naherholungszentrum „Kieswerk“ die Bauten für Umkleideräume und Toilettenanlagen aus finanziellen Mitteln des Bezirkes.

Geschichte 4
Foto-Quelle: Archiv der Stadt Annaburg

Im Juni 1969 war nun endlich der Badebetrieb freigegeben worden. Ein Bademeister wurde eingestellt und Eintrittsgelder genommen. Somit war das Naherholungszentrum eröffnet. Natürlich mussten auch noch weitere Arbeiten folgen (Gras ansäen u.s.w.)

Geschichte 5
Foto-Quelle: Archiv der Stadt Annaburg

1977 wurde die Minigolf-Anlage durch Kollegen des Stanz- und Emaillierwerkes gebaut. Vorbild hierfür war die Anlage im Bilz-Bad in Dresden. Weiterhin wurden in diesem Jahr die Gaststätte renoviert, eine Unfallhilfsstelle gebaut, die Kegelbahn überdacht und Strandkörbe angeschafft. Alles in allem waren das 4.000 Stunden in Feierabendtätigkeit mit einer Wertschaffung von 54.000 M. Nun fanden hier auch viele Veranstaltungen während der Ferienspiele im Sommer statt.
Ein extra abgestecktes Becken für Nichtschwimmer sorgte für die Sicherheit der Kinder.
27.000 Besucher wurden 1977 gezählt. 2.500 Gäste des NEZ nutzten die neue Minigolf-Anlage, die sich immer größerer Beliebtheit erfreute.

In der Auswertung der Saison wurde folgendes festgestellt:

  • Außer den täglichen Besuchern fanden noch 53 organisierte Kegelabende statt.
  • Erstmalig wurde 1977 in der Gaststätte Softeis hergestellt und angeboten.
  • Die Betonfläche vor der Gaststätte wurde auf 70 m² erweitert.
  • 10 Strandkörbe, 2 Wassertreter und 5 neue Boote wurden angeschafft.
  • 60 m Erdkabel wurden verlegt, um den Zeltplatz mit Strom zu versorgen.
  • 276 Personen schlugen ihre Zelte auf dem Campingplatz auf außerdem meldeten sich
  • 17 Dauercamper an.

Für die 1978er Saison wurden Bootsgaragen errichtet und die Sanitäranlagen für den Zeltplatz fertiggestellt. Insgesamt wurde durch Eigenleistungen ein Wert von 38 000 M geschaffen.
1978 besuchten 25.000 Gäste das NEZ.

1980 beging das NEZ sein 10jähriges Bestehen.

Von der Gründung an werden jährlich bis 35.000 Gäste gezählt. Erweiterungs- und Werterhaltungsmaßnahmen werden in jedem Jahr durchgeführt.

Touristenzentrum